phoebe66 - Phoebes Gifs-und Fotowelt - Die kleine Fledermaus

                                                

  

Ein kleiner Tierbericht...selbsterlebt.

 

Am Donnerstag, den 13.1.2011 fand ich in der Tiefgarage eines Einkaufszentrums am Boden eine regungslose Fledermaus. Vorsichtig stupste ich sie an und sah, daß sie sich noch ein wenig bewegte.Trotz Günters Protest zog ich meine Handschuhe an und nahm das Tierchen an mich.

Zu Hause setzte ich das Tier zuerst mal in eine mit Küchenpapier ausgelegte und mit Luftlöchern versehene Schachtel.Dann stellte ich eine flache Schale mit Wasser dazu und konnte bemerken das sie wohl sehr durstig war, denn sie trank sehr lange. Danach verbrachte ich fast den ganzen Tag im Internet um zu sehen was man in solchen Fällen am besten macht, denn eine Fledermaus hat man ja nicht alle Tage!

Einfach wieder raussetzen ging nicht, dazu war das Tier zu geschwächt und fliegen konnte es auch nicht und dann halten diese Tiere ja auch grade Winterschlaf. Also baute ich eine Notunterkunft, das Überteil eines alten Vogelkäfigs dick ausgepolstert mit verschiedenen Hänge-und Klettermöglichkeiten und setzte sie rein.Sie kuschelte sich dann in einen Handschuh und regte sich den restlichen Tag kaum noch.Zwischendurch schaute ich, ob sie überhaupt noch lebte und leuchtete einfach vorsichtig mal mit einer Mini Taschenlampe hinein.Da hob sie das Köpfchen und ich zog mich sofort zurück.

Am nächsten Tag zog ich in die Tierhandlung und kaufte mit sehr großer Überwindung Mehlwürmer und Heimchen um das Tierchen damit etwas zu päppeln. Als ich zur Fütterung schreiten wollte, war die Fledermaus verschwunden, ich Depp hatte vergessen, ein Seitentürchen des Käfigs zu schließen!Da der Raum sehr klein war, suchte ich alles ab und fand sie zwischen Handtüchern, dort war sie hingekrabbelt. Leider klappte das Füttern nicht, sie öffnete zwar mal das Mäulchen aber es ging nix rein. Zudem wurde sie auch immer lebendiger und versuchte mittlerweile schon, sich zwischen die Gitterstäbe des Käfigs zu zwängen.

Ich startete einen Versuch und setzte sie in die Dachrinne um zu sehen wie sie reagiert.Sie krabbelte ein Stückchen weg, drehte sich dann aber um und kam wieder zu mir zurück.Ich nahm das erschöpfte Tierchen dann wieder an mich und setzte sie in die Box.Fliegen ging also schon mal nicht. Was tun? Ich wußte jetzt auch nicht mehr weiter und rief dann die Tierrettung an und bat um Tips. So konnte ich sie noch am selben Tag in die Veterinärmedizinische Universität Wien bringen, die eine eigene Fledermaus-Auffangstation haben. Die Frau dort wartete schon auf mich und kümmerte sich sehr lieb um "Fridolin".Dort bekam er erstmal ein paar fette Mehlwürmer, die er gleich verspeiste.Das man die Würmer auf eine etwas andere Art den Tieren "servieren" muß, wußte ich nicht.Aber um ehrlich zu sein, ich war doch froh das ich sowas nicht muß... Insgesamt war das Tierchen in einem recht guten Zustand, auch das Gewicht war zufriedenstellend.Sie muß irgendwo runtergefallen sein und sich bischen am Rücken wehgetan haben, vermutete die Ärztin. Mittlerweile wußte ich dann auch, das es sich bei dieser Fledermaus um einen kleinen Abendsegler handelte und um ein männliches Exemplar.Hatte ich mich also nicht getäuscht und der kleine Zipfel war doch ein kleiner Fledermaus Schniedelwutz, *gg* Ich habe am ersten Tag ein Foto gemacht.Nur eines, weil ich sie nicht unnötig schrecken wollte.Es war meine erste Begegnung mit einer Fledermaus und ich muß sagen, irgendwie fehlt sie mir schon...Fledermäuse sind interessante Tiere und gar nicht eklig.Sie haben ein weiches kühles Fell und winzige Äuglein.Natürlich sollte man stets Handschuhe tragen um Bissen aus dem Weg zu gehen.Doch das ist nicht weil die Tiere böse sind, sondern weil sie einfach Angst haben wenn sie gepackt werden.

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